Hormonyoga

Sanfte Behandlung bei Wechseljahresbeschwerden: Hormonyoga

Jede Frau ist einzigartig – und das trifft auch auf das Erleben der Wechseljahresbeschwerden zu.
Während die eine richtig mit Schweißausbrüchen, depressiver Verstimmung und Schlafstörungen zu kämpfen hat, bekommt die andere kaum was von den hormonellen Veränderungen im Körper mit.
Auf die Intensität der Beschwerden wird auch die Behandlung abgestimmt. Während bei manchen Frauen eine Hormonersatztherapie unumgänglich ist, können bei leichteren Beschwerden oder als Ergänzung alternative Methoden herangezogen werden.
Eine davon stellen wir heute vor: Das Hormonyoga.

Entwickelt wurde diese Form des Yogas von der inzwischen 91-jährigen Brasilianerin Dinah Rodrigues. Es handelt sich dabei um eine Kombination aus dynamischen Übungen und kräftiger Atmung. Die Übungen stammen aus verschiedenen Richtungen des Yoga: Hatha Yoga, Kundalini Yoga, aber auch tibetische Energieübungen.

Sanfte Steigerung der Hormonproduktion

Die Yogaübungen zielen speziell auf jene Organe ab, die Hormone produzieren, wie Eierstöcke, Schilddrüse, Nebennieren, aber auch Hirnanhangsdrüse.
Dadurch soll die Produktion von Schilddrüsen- und Geschlechtshormonen angeregt und Stress reduziert werden.
Manche Frauen neigen zu Rückzugstendenzen in den Wechseljahren, weil sie z.B. Schweiß- oder Gefühlsausbrüche scheuen. Durch die mit Hormonyoga einhergehende Meditation soll das seelische Wohlbefinden gesteigert werden, dadurch werden soziale Kontakte wieder angeregt.

Ein weiteres Problem in den Wechseljahren ist oftmals die nachlassende Libido.
Auch hier kann sich Hormonyoga positiv bemerkbar machen, denn es sorgt für die Produktion von Östrogen.
Der sinkende Östrogenspiegel sorgt für Probleme beim Sex, weil die Schleimhäute trockener und dünner werden, die Scheide schlechter durchblutet ist und an Elastizität verliert etc. Außerdem ist fehlende Erregung oftmals ein Thema. Hormonyoga kann auf natürliche Weise helfen, dass sich der Hormonspiegel in Richtung „zweiter Frühling“ bewegt, und die Lust auf Zweisamkeit zurückkehrt. Übrigens profitieren auch Männer vom Hormonyoga, da Testosteronmangel ebenfalls ein Grund für nachlassende Libido und sexuelle Störungen sein kann.

Wie funktioniert Hormonyoga?

Geht es nach der „Erfinderin“, so sollte jede Frau ab 35 prophylaktisch mit Hormonyoga starten, nicht erst dann, wenn bereits Beschwerden bestehen. Schließlich dauert es Monate, bis man die Wirkung bemerkt, und Beschwerden haben dann keine Chance, wirklich ausgeprägt zu werden.

Idealerweise werden die Übungen täglich praktiziert, die Übungsdauer beträgt 30 bis 45 Minuten.

Um sich die entsprechenden Übungen des Hormonyoga anzueignen, können Sie einen Kurs in entsprechenden Yogaschulen belegen, Bücher zum Thema durchlesen, bzw. werden Sie auch im Internet fündig, wo beispielsweise auf Youtube verschiedene Videos abrufbar sind.

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